Lizenzvertrag für kreative Werke.
Lizenzvertrag: Vorlage für ein US-Licensing-Agreement über kreative Werke
Ein Lizenzvertrag (Licensing Agreement) räumt dem Lizenznehmer das Recht ein, urheberrechtlich geschützte Werke wie Texte, Fotos, Grafiken, Musik oder Videos in einem festgelegten Umfang zu nutzen, ohne dass das Urheberrecht übertragen wird. Er regelt Werke, Nutzungsarten, Gebiet, Exklusivität, Laufzeit und Vergütung. Die Vorlage ist nicht für Patente, Marken, Franchise oder spezielle Softwarelizenzen gedacht.
Worum es geht.
Ein Lizenzvertrag (Licensing Agreement) räumt dem Lizenznehmer das Recht ein, urheberrechtlich geschützte Werke wie Texte, Fotos, Grafiken, Musik oder Videos in einem festgelegten Umfang zu nutzen, ohne dass das Urheberrecht übertragen wird. Er regelt Werke, Nutzungsarten, Gebiet, Exklusivität, Laufzeit und Vergütung. Die Vorlage ist nicht für Patente, Marken, Franchise oder spezielle Softwarelizenzen gedacht.
Dies ist eine Vorlage, keine Rechtsberatung. Lassen Sie das fertige Dokument vor der Verwendung von einem Anwalt vor Ort prüfen und bei Bedarf an Ihren Fall anpassen.
Wann Sie das Dokument brauchen.
- Ihre LLC lizenziert Fotos, Illustrationen oder Videos an einen Kunden oder eine Agentur
- Sie möchten Inhalte eines Kreativen für Werbung oder Produkte nutzen
- Ein Werk soll exklusiv für ein bestimmtes Gebiet oder einen Kanal vergeben werden
- Die Vergütung soll als Festbetrag, Umsatzbeteiligung oder Kombination geregelt werden
- Bearbeitungen oder Unterlizenzen an Dritte sollen ausdrücklich erlaubt oder ausgeschlossen werden
Was hineingehört.
- Bundesstaat und Sprache des Lizenzvertrags
- Lizenzgeber, Lizenznehmer, Werke mit Versionen, Urhebern und eindeutigen Fundstellen
- Rechtekette, Befugnis zur Lizenzierung sowie fremde Bestandteile und bestehende Lizenzen
- Exklusivität, eingeräumte Nutzungsrechte, Gebiet, Medien, Kanäle und Zwecke
- Mengen- und Nutzungsgrenzen, Bearbeitungen, Unterlizenzierung und Urhebervermerk
- Lizenzbeginn und Lizenzende
- Vergütungsmodell (unentgeltlich, Festbetrag, umsatzabhängig oder kombiniert) mit Berechnungsbasis, Abrechnung und Prüfungsrechten
- Bereitstellung der Werke, Heilungsfrist bei Verstößen, Umgang nach Ende, Rechtsverletzungen und Streitbeilegung
Was häufig schiefgeht.
- Rechtekette nicht geprüft: Wer ein Werk lizenziert, muss selbst über die Rechte verfügen. Fehlen Zustimmungen von Fotografen, Models oder Co-Autoren, ist die Lizenz angreifbar.
- Nutzung zu vage: „Für Marketingzwecke“ deckt vieles ab oder wenig, je nach Lesart. Nennen Sie Medien, Kanäle, Mengen und ausgeschlossene Zwecke.
- Exklusivität ohne Grenzen: Eine ausschließliche Lizenz ohne Gebiet oder Dauer blockiert den Lizenzgeber umfassend. Begrenzen Sie die Exklusivität genau.
- Umsatzbasis offen: Bei Umsatzbeteiligung führt eine unklare Basis zu Streit. Definieren Sie zulässige Abzüge und den Umgang mit Rückgaben.
- Ende nicht geregelt: Nach Lizenzende bleiben Veröffentlichungen online oder Exemplare im Lager. Legen Sie fest, was mit bestehenden Nutzungen geschieht.
So nutzen Sie die Vorlage.
- 01Stellen Sie fest, welche Werke betroffen sind und ob Sie alle Rechte zur Lizenzierung besitzen.
- 02Bestimmen Sie Nutzungsumfang, Gebiet, Exklusivität und Laufzeit.
- 03Wählen Sie das Vergütungsmodell und erstellen Sie den Entwurf mit Abrechnungs- und Beendigungsregeln.
- 04Lassen Sie den Vertrag prüfen, unterzeichnen Sie ihn und stellen Sie die Werke in den vereinbarten Formaten bereit.
Fachbegriffe kurz erklärt.
- Licensor / Licensee
- Lizenzgeber, der Nutzungsrechte einräumt, und Lizenznehmer, der sie erhält.
- Chain of Title
- Rechtekette: der lückenlose Nachweis, wie die Rechte am Werk zum Lizenzgeber gelangt sind.
- Royalty
- Laufende, meist umsatzabhängige Lizenzgebühr für die Nutzung eines Werks.
- Sublicense
- Unterlizenz, mit der der Lizenznehmer Dritten Nutzungsrechte im Rahmen seiner eigenen Lizenz einräumt.
Häufige Fragen.
Bei einer Lizenz bleibt der Lizenzgeber Inhaber des Urheberrechts und erlaubt nur eine bestimmte Nutzung. Bei einer Übertragung (Assignment) wechselt das Recht selbst den Inhaber. Für eine dauerhafte und vollständige Übertragung eignet sich die Vorlage zur Rechteübertragung.
Nach US-Urheberrecht wird eine ausschließliche Lizenz wie eine Übertragung von Rechten behandelt und bedarf deshalb einer schriftlichen, unterzeichneten Vereinbarung. Nicht ausschließliche Lizenzen können auch formlos entstehen. Schriftlich ist in jedem Fall empfehlenswert.
Royalties sind laufende Lizenzgebühren, die meist als Prozentsatz des Umsatzes mit dem lizenzierten Werk berechnet werden. Wichtig sind eine klare Berechnungsbasis, feste Abrechnungsperioden und Nachweise. Die Vorlage sieht dafür auch begrenzte Prüfungsrechte des Lizenzgebers vor.
Nein, sie ist auf urheberrechtlich geschützte kreative Werke ausgerichtet. Für Patente, Marken, Franchise-Systeme oder spezielle Softwarelizenzen gelten eigene Regeln und Vertragsmuster. Solche Fälle sollten gesondert gestaltet werden.
Für die Entstehung des Urheberrechts ist eine Registrierung nicht nötig. Sie kann aber für die Durchsetzung in den USA wichtig sein, etwa vor einer Klage wegen Verletzung bei US-Werken. Die Vorlage lässt Registrierungsangaben als Teil der Werkbeschreibung zu.
Lizenzverträge berühren Urheberrecht, Vertragsrecht und häufig Steuerfragen. Ein auf Urheberrecht spezialisierter Anwalt im maßgeblichen Bundesstaat sollte Rechtekette und Umfang vor Unterzeichnung prüfen und den Text anpassen.
Mehr als eine Vorlage.
Wenn Sie Lizenzeinnahmen aus kreativen Werken über eine US-LLC bündeln möchten, besprechen Sie Aufbau und steuerliche Fragen mit TAXXIT im Erstgespräch.
Was daneben liegt.
- Vorlage
Rechteübertragung (Assignment).
Eine Rechteübertragung (Assignment) überträgt bestimmte Rechte von einer Partei (Assignor) auf eine andere (Assignee), etwa Rechte aus einem Vertrag, eine Forderung, eine bewegliche Sache oder geistiges Eigentum.
- Vorlage
Unterlassungsaufforderung (Cease and Desist).
Eine Unterlassungsaufforderung (Cease and Desist Letter) fordert den Empfänger schriftlich auf, ein bestimmtes Verhalten zu beenden, etwa die unerlaubte Nutzung eines Werks oder einer Marke, belästigendes Verhalten oder Kontaktaufnahmen durch ein Inkassounternehmen.
- Vorlage
Vertrag für selbstständige Auftragnehmer.
Ein Freelancer-Vertrag (Independent Contractor Agreement) regelt die Zusammenarbeit zwischen einem Auftraggeber und einem selbstständigen Auftragnehmer nach US-Recht: Leistung, Termine, Vergütung, Nutzungsrechte und Beendigung.
