Vertrag für selbstständige Auftragnehmer.
Freelancer-Vertrag: Vorlage für ein US-Independent-Contractor-Agreement
Ein Freelancer-Vertrag (Independent Contractor Agreement) regelt die Zusammenarbeit zwischen einem Auftraggeber und einem selbstständigen Auftragnehmer nach US-Recht: Leistung, Termine, Vergütung, Nutzungsrechte und Beendigung. Er dokumentiert zugleich, dass der Auftragnehmer eigenständig arbeitet und kein Arbeitnehmer ist. Die Vorlage erzeugt einen Entwurf auf Deutsch oder Englisch für den gewählten US-Bundesstaat.
Worum es geht.
Ein Freelancer-Vertrag (Independent Contractor Agreement) regelt die Zusammenarbeit zwischen einem Auftraggeber und einem selbstständigen Auftragnehmer nach US-Recht: Leistung, Termine, Vergütung, Nutzungsrechte und Beendigung. Er dokumentiert zugleich, dass der Auftragnehmer eigenständig arbeitet und kein Arbeitnehmer ist. Die Vorlage erzeugt einen Entwurf auf Deutsch oder Englisch für den gewählten US-Bundesstaat.
Dies ist eine Vorlage, keine Rechtsberatung. Lassen Sie das fertige Dokument vor der Verwendung von einem Anwalt vor Ort prüfen und bei Bedarf an Ihren Fall anpassen.
Wann Sie das Dokument brauchen.
- Ihre US-LLC beauftragt einen Designer, Entwickler oder Texter für ein abgegrenztes Projekt
- Sie arbeiten selbst über Ihre LLC als Auftragnehmer für einen Kunden in den USA
- Ein Freelancer soll über mehrere Monate auf Abruf Leistungen erbringen
- Die Rechte an Arbeitsergebnissen wie Texten, Grafiken oder Code sollen eindeutig zugeordnet werden
- Der Auftragnehmer setzt seinerseits weitere Subunternehmer ein
Was hineingehört.
- Parteien mit Ansprechpartner sowie Art und Dauer des Auftrags (Projekt, befristet oder unbefristet)
- Anwendbarer US-Bundesstaat und Sprache des Entwurfs (Deutsch oder Englisch)
- Leistungen und Ergebnisse, ausdrücklich ausgeschlossene Leistungen und Mitwirkung des Auftraggebers
- Vergütung als Pauschale oder Stundensatz, Zusatzkosten, Anzahlung, Steuerdarstellung und Zahlungsweg
- Laufzeit, vereinbarte Zeiten und Abrufe, ordentliche Beendigung sowie Regeln für Absagen
- Angaben zur Selbstständigkeit: Arbeitsort, Arbeitsmittel, Einsatz weiterer Auftragnehmer, Steuern und Versicherung
- Vertraulichkeit, Datenschutz und Nutzungsrechte an Ergebnissen einschließlich Drittmaterial
- Übergabe, Datenrückgabe und Abrechnung offener Vergütung bei Vertragsende
Was häufig schiefgeht.
- Faktisch eine Anstellung: Wer feste Arbeitszeiten, Weisungen und Firmenausstattung vorgibt, riskiert, dass der Auftragnehmer als Arbeitnehmer eingestuft wird. Der Vertrag sollte die tatsächliche Arbeitsweise ehrlich abbilden.
- Leistung nur grob beschrieben: Eine Angabe wie „Marketingunterstützung“ führt später zu Streit über Umfang und Abnahme. Nennen Sie konkrete Ergebnisse und was ausdrücklich nicht geschuldet ist.
- Rechte an Ergebnissen offen gelassen: Ohne klare Regel bleiben Rechte an Texten, Designs oder Code unter Umständen beim Auftragnehmer. Legen Sie fest, welche Nutzung der Auftraggeber erhält.
- Änderungen ohne Verfahren: Zusätzliche Wünsche werden mündlich vereinbart und später nicht bezahlt. Ein schriftlicher Freigabeweg mit Auswirkung auf Preis und Termine schafft Klarheit.
- Datenverarbeitung übersehen: Erhält der Auftragnehmer Kundendaten, reicht der Freelancer-Vertrag allein oft nicht. Eine gesonderte Datenschutzvereinbarung kann nötig sein.
So nutzen Sie die Vorlage.
- 01Klären Sie vorab Leistungsumfang, Preisbasis und die tatsächliche Arbeitsweise des Auftragnehmers.
- 02Beantworten Sie die Fragen der Vorlage zu Parteien, Laufzeit, Vergütung, Rechten und Status.
- 03Prüfen Sie den Entwurf in der Vorschau und lassen Sie örtliche Anforderungen fachkundig kontrollieren.
- 04Unterzeichnen Sie beidseitig und legen Sie den Vertrag zusammen mit Angeboten und Rechnungen ab.
Fachbegriffe kurz erklärt.
- Independent Contractor Agreement
- Englische Bezeichnung für den Vertrag mit einem selbstständigen Auftragnehmer, im Deutschen meist Freelancer- oder Dienstvertrag genannt.
- Misclassification
- Fehlerhafte Einstufung eines faktischen Arbeitnehmers als selbstständiger Auftragnehmer, die in den USA zu Nachforderungen führen kann.
- Deliverables
- Die konkret geschuldeten Arbeitsergebnisse eines Auftrags, etwa Dateien, Berichte oder Software.
Häufige Fragen.
Ein Independent Contractor ist ein selbstständiger Auftragnehmer, der Leistungen auf eigene Rechnung und in eigener Organisation erbringt. Er ist kein Arbeitnehmer des Auftraggebers und kümmert sich selbst um Steuern und Versicherung. Maßgeblich ist in den USA weniger die Bezeichnung im Vertrag als die tatsächliche Zusammenarbeit.
US-Behörden und Gerichte prüfen vor allem, wie viel Kontrolle der Auftraggeber über Arbeitsweise, Zeiten und Mittel hat. Die Kriterien unterscheiden sich zwischen Bundesrecht und einzelnen Bundesstaaten, manche Staaten wenden strengere Tests an. Ein Vertrag hilft bei der Dokumentation, ersetzt aber keine passende Praxis.
Ja, wenn Ihre LLC Leistungen für einen Kunden erbringt, kann sie als Auftragnehmerin Vertragspartei sein. Achten Sie darauf, dass die LLC und nicht Sie privat genannt wird. Die steuerliche Behandlung der Einnahmen in Deutschland ist davon getrennt zu prüfen.
US-Auftraggeber verlangen von Auftragnehmern häufig ein Formular der W-Reihe, etwa W-9 oder W-8BEN, um ihre eigenen Meldepflichten zu erfüllen. Welches Formular passt, hängt von der Person und der Struktur des Auftragnehmers ab. Klären Sie das vor der ersten Rechnung.
Das regelt der Vertrag über die Nutzungsrechte an Ergebnissen und den Umgang mit vorbestehenden Rechten. Ohne ausdrückliche Vereinbarung kann der Auftragnehmer Inhaber bleiben. Die Vorlage fragt deshalb gezielt ab, welche Nutzung eingeräumt wird und was beim Auftragnehmer verbleibt.
Die Vorlage liefert einen strukturierten Entwurf, keine Rechtsberatung. Gerade die Statusfrage und Haftungsregeln hängen stark vom jeweiligen Bundesstaat ab. Lassen Sie den Entwurf deshalb vor Unterschrift von einem Anwalt prüfen, der in diesem Bundesstaat zugelassen ist.
Mehr als eine Vorlage.
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Was daneben liegt.
- Vorlage
Leistungsbeschreibung (SOW).
Eine Leistungsbeschreibung, englisch Statement of Work (SOW), legt für ein konkretes Projekt fest, welche Ergebnisse ein Auftragnehmer liefert, was nicht dazugehört, bis wann geliefert wird und wie die Abnahme erfolgt.
- Vorlage
Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA).
Eine Vertraulichkeitsvereinbarung (Non-Disclosure Agreement, NDA) verpflichtet den Empfänger, Informationen der offenlegenden Partei nur für einen festgelegten Zweck zu nutzen und nicht an Unbefugte weiterzugeben.
- Vorlage
Beratungsvertrag.
Ein Beratungsvertrag (Consulting Agreement) legt fest, welche Beratungsleistung ein Berater für einen Auftraggeber erbringt, wie sie vergütet wird und wie mit vertraulichen Informationen und Ergebnissen umzugehen ist.
