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Investitionen.

Vier Anlageklassen. Vier Strukturen. Eine Steuerlogik.

Der US-Markt bietet Zugänge, die es in Europa nicht gibt: verzinsliche Steueransprüche, Zwangsversteigerungen, Syndication-Deals. Wer versteht, wie sie ineinandergreifen, findet nachvollziehbare Renditen jenseits klassischer Immobilien.

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01 — Ausgangslage

Warum US-Investitionen tragen können.

Der US-Markt ist tief, rechtlich klar geordnet und öffentlich dokumentiert. Grundstückseinträge, Steuerlisten, Zwangsversteigerungen — fast alles ist Aktenzeichen, öffentlich, prüfbar. Das erlaubt Anlagen, die in Deutschland nicht möglich sind: der Kauf einer Grundsteuerforderung, der Zuschlag auf einer Auktion in Miami, ein Mezzanine-Darlehen an einen Sponsor in Austin.

Für Nicht-Amerikaner öffnet sich der Zugang über eine US-LLC. Die Struktur bestimmt Steuerbelastung und Haftungslage — mehr als die Anlage selbst.

02 — Anlageklassen

Vier Zugänge.

Von Fixed Income über Real Estate zu Equity — alle über eine US-LLC zugänglich.

  • Fixed Income

    Tax Liens.

    Verzinsliche Ansprüche gegen säumige Grundsteuerschuldner. Verzinsung 8–36 Prozent per Statut. Rückzahlung durch den Grundstückseigentümer.

    12–36 Monate
  • Real Estate

    Tax Deeds.

    Direkter Grundstückserwerb aus Zwangsversteigerung. Startpreis oft 10–30 Prozent des Marktwerts. Erfordert lokale Marktkenntnis.

    Sofortiger Eigentumsübergang
  • Debt

    Private Lending.

    Direktdarlehen an Immobilieninvestoren. Besicherung durch Deed of Trust. Zinsen 8–14 Prozent per annum bei 60–70 Prozent LTV.

    6–24 Monate
  • Equity

    Syndication Deals.

    Minderheitsbeteiligungen an Multi-Family-Projekten von Sponsoren. Preferred Return 6–8 Prozent, IRR-Ziel 12–18 Prozent.

    5–7 Jahre
03 — Struktur

Vier Wege, Kapital zu ordnen.

Die Struktur entscheidet über Haftung, Steuer und Anonymität. Die Wahl folgt dem Volumen, nicht dem Geschmack.

  • LLC pro Deal

    Haftungsseparierung.

    Jede Immobilie in eine eigene LLC. Bei Klage bleibt der Schaden im Silo. Standard bei erfahrenen US-Investoren.

  • Series LLC

    In Wyoming, Delaware, Texas.

    Eine Muttergesellschaft mit rechtlich getrennten „Series“. Kostet einmal eine LLC-Registrierung, aber getrennte Buchführung ist Pflicht.

  • Holding

    Wyoming über allem.

    Eine Wyoming-Holding als Muttergesellschaft. Anonymität durch Wyoming Statutes, konsolidierte Steuererklärung möglich.

  • Land Trust

    Zusätzliche Anonymität.

    In Florida, Illinois, Texas verbreitet. Das Grundstück wird im Namen eines Trusts eingetragen — der Beneficiary bleibt privat.

04 — Steuern

Vier Größen im Blick.

FIRPTA, ECI, Capital Gains, Depreciation — die vier Punkte, an denen sich die tatsächliche Nach-Steuer-Rendite entscheidet.

  • Withholding

    FIRPTA.

    Verkauf einer US-Immobilie durch Nicht-Ansässige: 15 Prozent Einbehalt vom Verkaufspreis, refundierbar über Form 8288-B.

  • Mietertrag

    ECI oder NECI.

    Bei aktivem Management (viele Deals, US-Manager): ECI. Bei passiver Verwaltung: NECI mit 30 Prozent Withholding — meist ungünstiger.

  • Capital Gains

    Federal + State.

    Long-Term Capital Gains 20 Prozent Federal ab 12 Monaten Haltedauer. State-Zuschläge je nach Belegenheit (Florida: 0 Prozent, New York: bis 10,9).

  • Depreciation

    Steuerlicher Hebel.

    Wohnimmobilien werden über 27,5 Jahre linear abgeschrieben, Gewerbe 39 Jahre. Cost Segregation beschleunigt auf 5–15 Jahre.

05 — Reihenfolge

Struktur vor Erwerb.

Der häufigste Fehler ausländischer Investoren: Erst kaufen, dann strukturieren. Wer eine Immobilie unter eigenem Namen erwirbt und später in eine LLC überträgt, löst Grunderwerbsteuer und mögliche FIRPTA-Nachfragen doppelt aus.

Die Reihenfolge ist immer: LLC gründen, Konto eröffnen, EIN, dann Erwerb. Bei Tax Liens und Tax Deeds ist die LLC vor der Bieterregistrierung Pflicht — Countys akzeptieren keine Umschreibung nach Zuschlag.

06 — Fragen

Was Investoren fragen.

Acht Fragen, die im Erstgespräch immer wieder kommen.

  • Tax Liens sind verzinsliche Forderungen, die ein County versteigert, wenn ein Grundstückseigentümer die Grundsteuer nicht zahlt. Der Käufer des Liens erhält einen Zinsanspruch (per Statut zwischen 8 und 36 Prozent p.a.) und kann bei ausbleibender Zahlung nach einer Redemption Period (meist 1–3 Jahre) das Grundstück beanspruchen.

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