Influencervertrag.
Influencervertrag: Vorlage für Creator-Kooperationen in den USA
Ein Influencervertrag (Influencer Agreement) regelt, welche Inhalte ein Creator für eine Marke erstellt und veröffentlicht und was er dafür erhält. Die Vorlage erfasst Plattformen, Formate, Termine, Freigabe, Werbekennzeichnung, Vergütung, Provision, Nutzungsrechte, Paid Ads und Exklusivität. In den USA erwartet die FTC, dass bezahlte Empfehlungen klar als Werbung erkennbar sind.
Worum es geht.
Ein Influencervertrag (Influencer Agreement) regelt, welche Inhalte ein Creator für eine Marke erstellt und veröffentlicht und was er dafür erhält. Die Vorlage erfasst Plattformen, Formate, Termine, Freigabe, Werbekennzeichnung, Vergütung, Provision, Nutzungsrechte, Paid Ads und Exklusivität. In den USA erwartet die FTC, dass bezahlte Empfehlungen klar als Werbung erkennbar sind.
Dies ist eine Vorlage, keine Rechtsberatung. Lassen Sie das fertige Dokument vor der Verwendung von einem Anwalt vor Ort prüfen und bei Bedarf an Ihren Fall anpassen.
Wann Sie das Dokument brauchen.
- Ihre Marke beauftragt Creator für Beiträge auf Instagram, TikTok oder YouTube
- Sie arbeiten als Creator und möchten Ihre Leistungen gegenüber Marken absichern
- Inhalte sollen zusätzlich als Anzeigen über den Creator-Account laufen
- Neben einem Honorar wird eine Provision über Rabattcode oder Affiliate-Link gezahlt
- Der Creator soll für einen begrenzten Zeitraum nicht für Wettbewerber werben
Was hineingehört.
- Bundesstaat und Sprache des Dokuments
- Auftraggeber und Creator mit Anschrift und Vertretung
- Marke, Produkt, Kampagnenziel, Zielgruppe, ausgeschlossene Aussagen und Laufzeit
- Inhalte je Plattform mit Format, Anzahl, Briefing und Veröffentlichungstermin
- Freigabeprozess, Werbekennzeichnung, Belege für Produktaussagen und Reporting
- Geldvergütung, Sachleistungen, Provision und Zahlungsbedingungen
- Nutzungsrechte der Marke, Paid Ads und begrenzte Exklusivität
- Rechte an Musik, Bildern, Marken und Personen
- Kündigung, Löschung, Haftung und Unterzeichnung
Was häufig schiefgeht.
- Werbung nicht gekennzeichnet: Ein Hinweis nur in den Hashtags am Ende oder hinter „mehr anzeigen“ reicht nach den FTC-Leitlinien oft nicht aus.
- Nutzungsrechte vergessen: Ohne Lizenz darf die Marke ein Reel nicht einfach auf der eigenen Website oder in Anzeigen verwenden.
- Passwörter weitergegeben: Für Paid Ads genügen Partner-Freigaben der Plattform. Zugangsdaten gehören nie in einen Vertrag.
- Exklusivität zu weit gefasst: Ein pauschales Verbot aller Kooperationen ist schwer durchsetzbar und für Creator kaum annehmbar.
- Steuerformulare übersehen: US-Unternehmen fordern von Creatorn meist ein W-9 oder, bei Ausländern, ein W-8BEN an, bevor sie zahlen.
So nutzen Sie die Vorlage.
- 01Legen Sie Ziel, Plattformen, Formate und Termine der Kampagne fest.
- 02Verhandeln Sie Vergütung, Nutzungsrechte, Paid Ads und Exklusivität mit dem Creator.
- 03Füllen Sie die Vorlage aus und lassen Sie Kennzeichnung und Rechte prüfen.
- 04Unterzeichnen Sie, geben Sie Entwürfe frei und dokumentieren Sie Veröffentlichung und Reporting.
Fachbegriffe kurz erklärt.
- FTC Endorsement Guides
- Leitlinien der US-Handelsbehörde FTC zur Kennzeichnung bezahlter Empfehlungen und Testimonials.
- Whitelisting
- Schaltung von Anzeigen durch die Marke über den Account eines Creators.
- Deliverables
- Vereinbarte Inhalte, die der Creator liefern und veröffentlichen muss.
Häufige Fragen.
Die Federal Trade Commission (FTC) verlangt, dass eine bezahlte Beziehung zur Marke klar und gut sichtbar offengelegt wird. Üblich sind Hinweise wie „#ad“ oder „Sponsored“ am Anfang der Caption und Partnerschafts-Labels der Plattform, in Videos zusätzlich ein Hinweis im Bild oder gesprochen.
Ohne abweichende Vereinbarung bleibt das Urheberrecht beim Creator. Die Marke erhält nur die Rechte, die der Vertrag ausdrücklich einräumt. Die Vorlage unterscheidet zwischen reiner Veröffentlichung durch den Creator und einer zusätzlichen Lizenz für die Marke.
Beim Whitelisting schaltet die Marke Anzeigen über den Account des Creators, etwa als Partnership Ads. Budget, Laufzeit und Widerruf sollten festgelegt sein. Der Zugang erfolgt über Freigaben in der Plattform, nicht über Passwörter.
Ja, auch Produkte, Reisen oder andere Sachleistungen gelten als Gegenleistung und lösen in den USA die Kennzeichnungspflicht aus. Steuerlich können sie ebenfalls relevant sein. Die Vorlage erfasst Sachleistungen deshalb getrennt vom Honorar.
Ja. Die US-Marke fordert in der Regel ein Formular W-8BEN an, um die steuerliche Ansässigkeit zu dokumentieren. Wie die Einnahmen in Deutschland zu versteuern sind, sollte mit einem Steuerberater geklärt werden.
Bei hohen Budgets, Paid Ads, Exklusivität oder sensiblen Produkten wie Nahrungsergänzung, Finanzprodukten oder Alkohol. Ein Anwalt für US-Werberecht prüft dann Aussagen, Kennzeichnung und Haftungsverteilung.
Mehr als eine Vorlage.
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Was daneben liegt.
- Vorlage
Lizenzvertrag für kreative Werke.
Ein Lizenzvertrag (Licensing Agreement) räumt dem Lizenznehmer das Recht ein, urheberrechtlich geschützte Werke wie Texte, Fotos, Grafiken, Musik oder Videos in einem festgelegten Umfang zu nutzen, ohne dass das Urheberrecht übertragen wird.
- Vorlage
Vertrag für selbstständige Auftragnehmer.
Ein Freelancer-Vertrag (Independent Contractor Agreement) regelt die Zusammenarbeit zwischen einem Auftraggeber und einem selbstständigen Auftragnehmer nach US-Recht: Leistung, Termine, Vergütung, Nutzungsrechte und Beendigung.
- Vorlage
Provisionsvereinbarung.
Eine Provisionsvereinbarung (Commission Agreement) legt fest, wie eine Person für Vertriebserfolge vergütet wird: Provisionssatz oder Betrag je Abschluss, Bemessungsgrundlage, Zeitpunkt des Verdienens, Abrechnung und Korrekturen bei Stornos.
