Provisionsvereinbarung.
Provisionsvereinbarung: Vorlage für ein US-Commission-Agreement
Eine Provisionsvereinbarung (Commission Agreement) legt fest, wie eine Person für Vertriebserfolge vergütet wird: Provisionssatz oder Betrag je Abschluss, Bemessungsgrundlage, Zeitpunkt des Verdienens, Abrechnung und Korrekturen bei Stornos. Sie kann für Beschäftigte wie für selbstständige Vertriebspartner genutzt werden, deren Status gesondert zu prüfen ist. Die Vorlage erstellt einen Entwurf nach dem Recht eines wählbaren US-Bundesstaats.
Worum es geht.
Eine Provisionsvereinbarung (Commission Agreement) legt fest, wie eine Person für Vertriebserfolge vergütet wird: Provisionssatz oder Betrag je Abschluss, Bemessungsgrundlage, Zeitpunkt des Verdienens, Abrechnung und Korrekturen bei Stornos. Sie kann für Beschäftigte wie für selbstständige Vertriebspartner genutzt werden, deren Status gesondert zu prüfen ist. Die Vorlage erstellt einen Entwurf nach dem Recht eines wählbaren US-Bundesstaats.
Dies ist eine Vorlage, keine Rechtsberatung. Lassen Sie das fertige Dokument vor der Verwendung von einem Anwalt vor Ort prüfen und bei Bedarf an Ihren Fall anpassen.
Wann Sie das Dokument brauchen.
- Ihre LLC stellt einen Vertriebsmitarbeiter mit Grundgehalt und Provision ein
- Ein selbstständiger Vertriebspartner verkauft Ihre Leistungen gegen reine Erfolgsvergütung
- Ein bestehender Arbeits- oder Dienstvertrag soll um ein Provisionsmodell ergänzt werden
- Provisionssätze oder Gebiete werden für einen neuen Zeitraum angepasst
- Es gab Streit über die Berechnung und Sie möchten die Regeln nachvollziehbar festhalten
Was hineingehört.
- Vergütungsmodell (Grundvergütung plus Provision, nur Provision oder andere Vereinbarung) und Vertragsverhältnis
- Parteien, bestehender Vertrag, Wirksamkeitsdatum sowie Tätigkeit, Gebiet und zugeordnete Kunden
- Höhe und Zeiteinheit einer Grundvergütung und Währung
- Provision als Prozentsatz einer definierten Bemessungsgrundlage oder als Betrag je qualifiziertem Abschluss
- Voraussetzungen eines provisionsberechtigten Abschlusses und Zeitpunkt, ab dem die Provision verdient ist
- Abrechnung, Fälligkeit, Einsichtsrechte sowie Stornos, Rückzahlungen und zulässige Korrekturen
- Optionales Rechenbeispiel zur Veranschaulichung der Berechnung
- Beendigung, nachlaufende verdiente Provision, Änderungen für bestimmte Zeiträume, Auslagen und Abzüge
Was häufig schiefgeht.
- „Verdient“ und „fällig“ vermischt: Ob eine Provision mit Vertragsschluss, Lieferung oder Zahlungseingang entsteht, ist der häufigste Streitpunkt. Trennen Sie beide Zeitpunkte klar.
- Status nicht geprüft: Ob jemand Beschäftigter oder selbstständiger Vertriebspartner ist, hat Folgen für Mindestlohn, Abzüge und Steuern. Die Bezeichnung im Vertrag allein entscheidet das nicht.
- Einseitige Änderungen vorbehalten: Klauseln, nach denen der Arbeitgeber Provisionssätze jederzeit rückwirkend ändern kann, sind problematisch. Änderungen sollten nur für klar bezeichnete künftige Zeiträume gelten.
- Rückforderungen nicht geregelt: Wird ein Kundenvertrag storniert, ist offen, ob bereits gezahlte Provision zurückzuzahlen ist. Legen Sie fest, wann eine Korrektur zulässig ist.
- Kein Rechenbeispiel: Abstrakte Formeln werden unterschiedlich verstanden. Ein kurzes Beispiel mit Zahlen macht die Berechnung für beide Seiten überprüfbar.
So nutzen Sie die Vorlage.
- 01Klären Sie, ob die Person beschäftigt oder selbstständig tätig wird, und welche Entgeltregeln im Bundesstaat gelten.
- 02Legen Sie Bemessungsgrundlage, Satz und den Zeitpunkt des Verdienens fest.
- 03Erstellen Sie den Entwurf mit Abrechnungs-, Storno- und Beendigungsregeln und fügen Sie ein Rechenbeispiel ein.
- 04Lassen Sie den Entwurf prüfen, unterzeichnen Sie ihn und übergeben Sie der Person eine Kopie.
Fachbegriffe kurz erklärt.
- Commission
- Erfolgsabhängige Vergütung für Vertriebsleistungen, im Deutschen Provision.
- Draw against Commission
- Vorschuss auf künftige Provisionen, der mit später verdienten Provisionen verrechnet wird.
- Clawback
- Vereinbarte Rückforderung bereits gezahlter Provision, etwa wenn ein Kundenauftrag storniert wird.
Häufige Fragen.
Einige Bundesstaaten verlangen für Provisionsvereinbarungen mit Beschäftigten ausdrücklich eine schriftliche Fassung, die die Berechnung erklärt und vom Beschäftigten bestätigt wird. Auch wo das nicht vorgeschrieben ist, beugt eine schriftliche Vereinbarung Streit vor. Die genauen Anforderungen sollten im gewählten Bundesstaat geprüft werden.
Die Bemessungsgrundlage ist der Betrag, auf den der Provisionssatz angewendet wird, zum Beispiel Nettoumsatz, Deckungsbeitrag oder Vertragswert. Entscheidend ist, welche Abzüge wie Rabatte, Steuern oder Rückerstattungen vorher berücksichtigt werden. Die Vorlage fragt diese Abzüge einzeln ab.
Bereits verdiente Provisionen bleiben in der Regel geschuldet, auch wenn die Zusammenarbeit endet. Wie mit Abschlüssen umgegangen wird, die erst danach wirksam werden, regelt die Vereinbarung. Manche Bundesstaaten haben eigene Vorgaben zur Auszahlung bei Beendigung.
Wenn eine Person nur Kontakte vermittelt und nicht selbst verkauft, ist die Empfehlungsvereinbarung meist passender. Die Provisionsvereinbarung setzt eine aktive Vertriebstätigkeit mit Gebiet oder Kundenzuordnung voraus. Mischformen sollten klar beschrieben werden.
Ob und in welchem Umfang Abzüge von Provisionen zulässig sind, hängt vom Vertragsverhältnis und vom Bundesstaat ab. Bei Beschäftigten sind Abzüge oft eingeschränkt. Die Vorlage lässt Auslagen und Abzüge ausdrücklich festhalten, damit sie geprüft werden können.
Ja, das ist ratsam: Entgelt- und Arbeitsrecht unterscheiden sich in den USA deutlich zwischen den Bundesstaaten. Ein örtlich zugelassener Anwalt sollte den Entwurf abgleichen, bevor Sie ihn unterzeichnen lassen, besonders wenn die Person angestellt wird.
Mehr als eine Vorlage.
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Was daneben liegt.
- Vorlage
Empfehlungsvereinbarung.
Eine Empfehlungsvereinbarung (Referral Agreement) regelt, unter welchen Bedingungen ein Empfehlender einem Leistungsanbieter Kunden vermittelt und wann er dafür eine Vergütung erhält.
- Vorlage
Vertrag für selbstständige Auftragnehmer.
Ein Freelancer-Vertrag (Independent Contractor Agreement) regelt die Zusammenarbeit zwischen einem Auftraggeber und einem selbstständigen Auftragnehmer nach US-Recht: Leistung, Termine, Vergütung, Nutzungsrechte und Beendigung.
- Vorlage
Vertragsnachtrag.
Ein Vertragsnachtrag (Amendment oder Addendum) ändert oder ersetzt einzelne Regelungen eines bestehenden Vertrags, ohne den gesamten Vertrag neu abzuschließen.
