Beratungsvertrag.
Beratungsvertrag: Vorlage für ein Consulting Agreement nach US-Recht
Ein Beratungsvertrag (Consulting Agreement) legt fest, welche Beratungsleistung ein Berater für einen Auftraggeber erbringt, wie sie vergütet wird und wie mit vertraulichen Informationen und Ergebnissen umzugehen ist. Anders als ein Werkvertrag steht meist die fachliche Unterstützung und nicht ein bestimmtes Endprodukt im Mittelpunkt. Die Vorlage erstellt einen Entwurf für einen wählbaren US-Bundesstaat auf Deutsch oder Englisch.
Worum es geht.
Ein Beratungsvertrag (Consulting Agreement) legt fest, welche Beratungsleistung ein Berater für einen Auftraggeber erbringt, wie sie vergütet wird und wie mit vertraulichen Informationen und Ergebnissen umzugehen ist. Anders als ein Werkvertrag steht meist die fachliche Unterstützung und nicht ein bestimmtes Endprodukt im Mittelpunkt. Die Vorlage erstellt einen Entwurf für einen wählbaren US-Bundesstaat auf Deutsch oder Englisch.
Dies ist eine Vorlage, keine Rechtsberatung. Lassen Sie das fertige Dokument vor der Verwendung von einem Anwalt vor Ort prüfen und bei Bedarf an Ihren Fall anpassen.
Wann Sie das Dokument brauchen.
- Ihre LLC berät einen US-Kunden zu Strategie, Marketing, Vertrieb oder Organisation
- Sie holen sich für Ihre Gesellschaft externe Expertise auf Stunden- oder Pauschalbasis ins Haus
- Eine Beratung soll an festen Tagen oder auf Abruf über einen längeren Zeitraum laufen
- Der Berater erhält Einblick in vertrauliche Geschäftsdaten oder personenbezogene Daten
- Ergebnisse wie Konzepte oder Präsentationen sollen vom Auftraggeber weiterverwendet werden
Was hineingehört.
- Berater, Auftraggeber, Ansprechpartner sowie Art und Dauer der Beratung
- Bundesstaat, dessen Recht gelten soll, und Vertragssprache Deutsch oder Englisch
- Beratungsergebnisse, ausgeschlossene Leistungen und notwendige Mitwirkung des Kunden
- Beginn, Ende, vereinbarte Beratungstage oder Abrufe sowie Regelung für Absagen und Ausfälle
- Honorar als Pauschale oder Stundensatz mit kalkulierten Stunden, Anzahlung, Auslagen und Zahlungsweg
- Vertraulichkeit mit Zweck, Ausnahmen und Schutzdauer sowie Angaben zu personenbezogenen Daten
- Vorbestehende Rechte, Nutzungsrechte an Ergebnissen und Umgang mit Drittmaterial
- Leistungsmaßstab, Korrekturen, Haftung sowie Übergabe und Datenrückgabe bei Vertragsende
Was häufig schiefgeht.
- Erfolg statt Leistung zugesagt: Ein Berater, der Umsatzsteigerungen verspricht, übernimmt ein schwer kalkulierbares Risiko. Beschreiben Sie, welche Analyse, Empfehlung oder Begleitung tatsächlich geschuldet ist.
- Mitwirkung des Kunden nicht geregelt: Liefert der Auftraggeber Zahlen oder Entscheidungen zu spät, verschieben sich Termine. Halten Sie fest, was der Kunde beisteuern muss.
- Stundenbudget ohne Obergrenze: Bei Abrechnung nach Stunden fehlt oft eine Schätzung oder Freigabeschwelle. Kalkulierte Stunden und eine Freigabe für Mehraufwand vermeiden Überraschungen.
- Auslagen nicht abgestimmt: Reisekosten oder Softwarelizenzen werden später in Rechnung gestellt, obwohl niemand sie genehmigt hat. Vereinbaren Sie, welche Auslagen vorab freizugeben sind.
- Haftung ungeprüft übernommen: Pauschale Haftungsausschlüsse sind nicht in jedem Bundesstaat in gleicher Weise wirksam. Lassen Sie diesen Teil örtlich prüfen.
So nutzen Sie die Vorlage.
- 01Definieren Sie Beratungsziel, Ergebnisse und die Grenzen des Auftrags.
- 02Wählen Sie Bundesstaat und Sprache und beantworten Sie die Fragen zu Honorar, Laufzeit und Rechten.
- 03Gleichen Sie den Entwurf mit Angebot und Leistungsbeschreibung ab und lassen Sie ihn prüfen.
- 04Unterzeichnen Sie den Vertrag und dokumentieren Sie Änderungen später schriftlich als Nachtrag.
Fachbegriffe kurz erklärt.
- Consulting Agreement
- Englische Bezeichnung für den Beratungsvertrag zwischen einem selbstständigen Berater und seinem Auftraggeber.
- Retainer
- Regelmäßige Vorauszahlung oder Pauschale, mit der sich ein Auftraggeber die Verfügbarkeit eines Beraters für einen Zeitraum sichert.
- Out-of-pocket Expenses
- Auslagen, die dem Berater bei der Leistungserbringung entstehen und die er gesondert erstattet bekommt, etwa Reisekosten.
Häufige Fragen.
Beide regeln eine selbstständige Tätigkeit. Der Beratungsvertrag ist auf fachliche Empfehlungen, Analysen und Begleitung zugeschnitten, während ein Freelancer-Vertrag häufig konkrete Arbeitsergebnisse wie Designs oder Software betrifft. Die Übergänge sind fließend, entscheidend ist eine genaue Leistungsbeschreibung.
Eine Pauschale passt zu klar abgegrenzten Projekten mit festem Ergebnis. Ein Stundensatz eignet sich für laufende Beratung, deren Umfang sich vorab schwer bestimmen lässt. Die Vorlage unterstützt beide Varianten und fragt bei Stundensätzen nach dem kalkulierten Aufwand.
Eine Pflicht dazu besteht nicht, in der Praxis ist sie bei Beratung aber üblich, weil der Berater Einblick in interne Informationen erhält. Die Vorlage fragt Zweck, Ausnahmen und Dauer des Schutzes ab. Für umfangreiche Offenlegungen kann zusätzlich eine eigene Vertraulichkeitsvereinbarung sinnvoll sein.
Das hängt von der Leistung, dem Bundesstaat und dem Sitz der Beteiligten ab. Beratungsleistungen sind in vielen Bundesstaaten nicht umsatzsteuerpflichtig, Ausnahmen gibt es aber. Die Vorlage lässt Sie wählen, ob Steuer ausgewiesen wird, berechnet sie aber nicht rechtlich verbindlich.
Grundsätzlich kann eine LLC Verträge mit Kunden in jedem Land schließen. Ob dann US-Recht passt und wie Einnahmen in Deutschland zu versteuern sind, sollte vorab geklärt werden. Für deutsche Kunden wählen manche Berater bewusst eine andere Rechtsordnung.
Der Entwurf ist als Grundlage zur Prüfung gedacht und berücksichtigt keine individuellen Besonderheiten. Bevor Sie ihn verwenden, sollte ein Anwalt vor Ort Haftung, Form und zwingende Regeln des gewählten Bundesstaats durchsehen und den Text bei Bedarf anpassen.
Mehr als eine Vorlage.
Ob Ihre Beratungstätigkeit über eine US-LLC sinnvoll aufgestellt werden kann, besprechen Sie mit TAXXIT in einem unverbindlichen Erstgespräch.
Was daneben liegt.
- Vorlage
Vertrag für selbstständige Auftragnehmer.
Ein Freelancer-Vertrag (Independent Contractor Agreement) regelt die Zusammenarbeit zwischen einem Auftraggeber und einem selbstständigen Auftragnehmer nach US-Recht: Leistung, Termine, Vergütung, Nutzungsrechte und Beendigung.
- Vorlage
Leistungsbeschreibung (SOW).
Eine Leistungsbeschreibung, englisch Statement of Work (SOW), legt für ein konkretes Projekt fest, welche Ergebnisse ein Auftragnehmer liefert, was nicht dazugehört, bis wann geliefert wird und wie die Abnahme erfolgt.
- Vorlage
Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA).
Eine Vertraulichkeitsvereinbarung (Non-Disclosure Agreement, NDA) verpflichtet den Empfänger, Informationen der offenlegenden Partei nur für einen festgelegten Zweck zu nutzen und nicht an Unbefugte weiterzugeben.
