E-2 vs. L-1.
Zwei Visa. Zwei Wege.
E-2 belohnt Kapital und aktive Führung. L-1 belohnt Konzernstruktur und Führungserfahrung. Die Wahl entscheidet, ob am Ende eine Green Card steht.
Nicht das gleiche Visum in Grün.
E-2 und L-1 werden in einem Atemzug genannt — und lösen doch verschiedene Probleme. Das eine ist ein Investorenvisum ohne Green-Card-Perspektive. Das andere ein Transfermechanismus mit direktem Pfad zur EB-1C. Wer beides verwechselt, verschenkt Jahre und sechsstellige Kapitalbindung. Grundlagen zum Rahmen finden Sie im Wissensartikel zu US-Visa, alles zum E-2 im Detail im Guide E-2 Visum USA.
Zwei Wege.
- E-2
Treaty Investor.
Für Staatsangehörige eines Vertragsstaats (D, A, CH), die substantiell in ein US-Unternehmen investieren und es aktiv führen. Kein Mindestbetrag per Gesetz — in der Praxis ab 100–200k USD verteidigbar.
Investition · aktive Führung - L-1
Intra-Company Transfer.
Für Führungskräfte oder Spezialisten, die von einer bestehenden Auslandsgesellschaft in eine US-Tochter (oder neue Niederlassung) versetzt werden. Setzt 12 Monate Anstellung im Ausland innerhalb der letzten drei Jahre voraus.
Konzerninterner Transfer
Vier Dimensionen.
- Voraussetzung
Kapital vs. Konzern.
E-2 verlangt eigenes Investment und Kontrolle über das US-Unternehmen. L-1 verlangt eine bestehende ausländische Muttergesellschaft mit qualifizierender Vorbeschäftigung des Antragstellers.
- Dauer
Unbegrenzt vs. fünf bis sieben.
E-2 wird in Zwei-Jahres-Schritten praktisch unbegrenzt verlängert, solange die Investition läuft. L-1A (Manager) läuft maximal sieben Jahre, L-1B (Spezialist) maximal fünf — ohne echte Verlängerung darüber hinaus.
- Green Card
Sackgasse vs. Brücke.
E-2 führt nicht direkt zur Green Card — der Nonimmigrant-Intent bleibt. L-1A ist ein natürlicher Pfad zur EB-1C-Green-Card für multinationale Manager.
- Familie
Ehepartner arbeitet.
In beiden Fällen darf der Ehepartner arbeiten – die Erlaubnis folgt aus dem Status (I-94 mit Vermerk E-2S bzw. L-2S), ein EAD ist nicht nötig. Kinder unter 21 dürfen mitziehen, aber nicht arbeiten.
Welches Visum für welchen Gründer.
Zwei Profile, klar unterschieden. Die Wahl folgt aus Struktur und Zielbild — nicht aus Wunschdenken.
Kapital vor Konzern.
Sie eigenes Kapital investieren, das US-Geschäft aktiv führen und keinen unmittelbaren Wunsch nach Green Card haben. Ideal für Solo-Investoren, Franchise-Käufer, Boutique-Berater aus Vertragsstaaten (D, A, CH).
- USD Investment
- 100–200k
- Verlängerbar
- unbegrenzt
Konzern vor Kapital.
Sie eine bestehende Auslandsgesellschaft haben, dort mindestens 12 Monate leitend tätig waren und langfristig die EB-1C-Green-Card anstreben. Der TAXXIT-Standard für Unternehmer mit Ambition auf dauerhaften US-Aufenthalt.
- Max. L-1A
- 7 Jahre
- Green-Card-Pfad
- EB-1C
Sieben Fragen. Eine klare Antwort.
Die Checkliste führt Sie in sieben Fragen durch die Entscheidung E-2 oder L-1 — inklusive Vergleichstabelle, Auswertung und TAXXIT-Empfehlung. Als PDF zum Ausdrucken oder Weiterleiten an Anwalt und Steuerberater.
- Vergleich auf einer Seite: Voraussetzung, Dauer, Green Card, Familie, Bearbeitung.
- Sieben Entscheidungsfragen mit klarer Ja/Nein-Logik.
- Auswertung inkl. Alternativpfaden (O-1, EB-5, Konzernaufbau).
Ungated. Keine E-Mail nötig. Keine Registrierung.
Der klare Standard.
Für unsere Mandate ist L-1A der Weg der Wahl. Wir bauen die qualifizierende Struktur zusammen mit dem Business Credit Builder auf und aktivieren das Visum, sobald die US-Tochter Umsatz und Kreditprofil trägt. E-2 empfehlen wir gezielt bei Investment-Profilen ohne Konzernkontext — nicht als Standardpfad. Passende Rahmenstruktur: Holding-Strukturen.
Sechs Fragen.
L-1 über eine Blanket-Petition dauert bei bestehendem Konzern oft 2–4 Monate. E-2 dauert 3–6 Monate — abhängig von US-Konsulat und Vollständigkeit des Business-Plans.
Ja, als New Office L-1. Die Bewilligung ist dann auf ein Jahr befristet und erfordert bei Verlängerung nachweislichen Geschäftsbetrieb, Umsatz und Personal.
Es gibt keinen gesetzlichen Mindestbetrag. In der Praxis werden 100–200k USD als substantiell verteidigt — bei kapitalintensiven Branchen (Restaurant, Retail) mehr, bei SaaS/Consulting weniger.
Ja, wenn eine qualifizierende Auslandsgesellschaft existiert und Sie dort 12 Monate in leitender Funktion tätig waren. Meist umgekehrt sinnvoller: L-1A zuerst, danach EB-1C Green Card.
Beim E-2 endet der Status mit dem Ende der qualifizierenden Investition. Beim L-1 mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses zur qualifizierenden US-Gesellschaft.
Wir empfehlen L-1A für Unternehmer mit bestehender Auslandsgesellschaft und Green-Card-Ambition. E-2 für Investoren ohne bestehenden Konzern, die dauerhaft, aber ohne Green-Card-Zwang, in den USA operieren wollen.
TAXXIT Fachredaktion.
Geprüft wurden Gebühren, Bearbeitungszeiten der Behörden, Formularstände und alle genannten Fristen.
Nächste Durchsicht spätestens in sechs Monaten oder bei Rechtsänderung.
Die Guides entstehen aus der laufenden Mandatsarbeit: Gründungen in Wyoming, New Mexico, Florida und Delaware, Kontoeröffnungen bei US-Banken, EIN- und ITIN-Anträge sowie die Abstimmung mit deutschen Steuerberatern. Geschrieben wird von der Mandatsführung, gegengelesen von US-Attorneys und CPAs aus unserem Netzwerk. Was nicht belegbar ist, steht nicht drin.
Fachgebiete
- US-Gesellschaftsrecht (LLC, C-Corp)
- IRS-Meldepflichten (EIN, ITIN, Form 5472)
- Deutsche Hinzurechnungs- und Anzeigepflichten
- US-Banking und Business Credit
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