Social-Media-Richtlinie.
Social Media Policy: Vorlage für Ihr Team in den USA
Eine Social Media Policy legt fest, wer im Namen Ihres Unternehmens in sozialen Netzwerken veröffentlichen darf und welche Regeln für private Beiträge mit Firmenbezug gelten. Sie ordnet Zugänge, Freigaben, Kennzeichnungspflichten und den Schutz von Geschäftsgeheimnissen. In den USA darf eine solche Richtlinie gesetzlich geschützte Äußerungen von Beschäftigten über ihre Arbeitsbedingungen nicht verbieten.
Worum es geht.
Eine Social Media Policy legt fest, wer im Namen Ihres Unternehmens in sozialen Netzwerken veröffentlichen darf und welche Regeln für private Beiträge mit Firmenbezug gelten. Sie ordnet Zugänge, Freigaben, Kennzeichnungspflichten und den Schutz von Geschäftsgeheimnissen. In den USA darf eine solche Richtlinie gesetzlich geschützte Äußerungen von Beschäftigten über ihre Arbeitsbedingungen nicht verbieten.
Dies ist eine Vorlage, keine Rechtsberatung. Lassen Sie das fertige Dokument vor der Verwendung von einem Anwalt vor Ort prüfen und bei Bedarf an Ihren Fall anpassen.
Wann Sie das Dokument brauchen.
- Ihre US-Gesellschaft betreibt eigene Konten auf LinkedIn, Instagram oder anderen Plattformen
- Mehrere Personen haben Zugriff auf Firmenkonten und Sie wollen klare Zuständigkeiten
- Beschäftigte posten privat über Ihre Produkte oder Ihre Branche
- Ein gehackter Zugang oder ein missglückter Beitrag soll künftig schnell gemeldet werden
- Sie stellen erstmals Personal in den USA ein und bauen ein Regelwerk auf
Was hineingehört.
- Bundesstaat, Sprache, Organisation und Beginn der Geltung
- Erfasste Personen, Funktionen und Arbeitsorte sowie eine etwa abgelöste frühere Regelung
- Unternehmenskonten mit Rollen, Veröffentlichungsbefugnis und Freigabeprozess
- Zugriffsschutz mit Mehrfaktor-Anmeldung und Übergabe bei Rollenwechsel
- Faktenprüfung, Bild- und Musikrechte sowie Umgang mit Fotos von Personen
- Kennzeichnung bezahlter Empfehlungen und eigener Verbindungen zum Unternehmen
- Private Nutzung während der Arbeit, Trennung von privater und offizieller Meinung
- Konkret geschützte Geschäftsgeheimnisse, Meldewege, Schulung und Überprüfung
Was häufig schiefgeht.
- Pauschales Äußerungsverbot: Eine Klausel, die jede Kritik am Arbeitgeber untersagt, kann gegen geschützte Rechte der Beschäftigten verstoßen. Formulieren Sie Verbote konkret.
- Vertrauliches zu vage: „Alle internen Informationen“ ist zu weit. Benennen Sie, welche Daten tatsächlich geheim bleiben sollen.
- Zugänge an Einzelpersonen gebunden: Läuft ein Firmenkonto über ein privates Profil, verlieren Sie bei einem Wechsel den Zugriff. Hinterlegen Sie Zugänge zentral.
- Werbekennzeichnung vergessen: Wer als Beschäftigter Produkte des eigenen Arbeitgebers lobt, sollte diese Verbindung offenlegen.
- Richtlinie nie aktualisiert: Plattformen und Funktionen ändern sich. Planen Sie eine regelmäßige Überprüfung ein.
So nutzen Sie die Vorlage.
- 01Erfassen Sie alle Firmenkonten und legen Sie fest, wer veröffentlichen und freigeben darf.
- 02Beantworten Sie die Fragen zu privater Nutzung, Vertraulichkeit und Meldewegen.
- 03Lassen Sie die Richtlinie vor der Einführung prüfen und geben Sie sie gegen Empfangsbestätigung aus.
- 04Schulen Sie das Team und überprüfen Sie die Regeln in festen Abständen.
Fachbegriffe kurz erklärt.
- Social Media Policy
- Richtlinie für soziale Medien, die Firmenkonten und private Beiträge mit Firmenbezug regelt.
- Endorsement
- Empfehlung eines Produkts; bei einer Verbindung zum Unternehmen in den USA offenzulegen.
- Concerted Activity
- Gemeinsames Handeln von Beschäftigten zu Arbeitsbedingungen, das nach US-Arbeitsrecht geschützt sein kann.
Häufige Fragen.
Nicht pauschal. Nach US-Arbeitsrecht dürfen sich viele Beschäftigte gemeinsam über Lohn und Arbeitsbedingungen austauschen, auch online. Eine Richtlinie sollte deshalb konkrete Grenzen ziehen, etwa bei Geschäftsgeheimnissen, statt Kritik allgemein zu untersagen.
Das sollte die Richtlinie klar regeln: Unternehmenskonten gehören dem Unternehmen, Zugangsdaten werden zentral verwaltet. So bleibt der Zugriff erhalten, wenn jemand die Rolle wechselt oder das Unternehmen verlässt.
In den USA erwartet die Federal Trade Commission, dass wesentliche Verbindungen zwischen Empfehlendem und Unternehmen offengelegt werden. Ein kurzer Hinweis auf die Tätigkeit für das Unternehmen ist daher sinnvoll. Die Vorlage fragt diese Regel ausdrücklich ab.
Nur, wenn Sie das festlegen und die Freelancer der Richtlinie vertraglich zustimmen. Im Fragebogen bestimmen Sie, welche Personen und Arbeitsorte erfasst sind.
Ein Anwalt für US-Arbeitsrecht im jeweiligen Bundesstaat, weil dort zusätzliche Regeln zu Privatsphäre und Äußerungsrechten gelten können. Er erkennt auch Klauseln, die geschützte Rechte zu weit einschränken.
Mehr als eine Vorlage.
Sie bauen ein Team in den USA auf? In einem Erstgespräch klären wir mit Ihnen Struktur, Gesellschaft und die nächsten organisatorischen Schritte.
Was daneben liegt.
- Vorlage
Mitarbeiterhandbuch.
Ein Employee Handbook fasst die wichtigsten Regeln und Abläufe eines US-Arbeitgebers für seine Beschäftigten zusammen, etwa Arbeitszeit, Vergütung, Urlaub, Gleichbehandlung und Meldewege.
- Vorlage
Remote-Work-Richtlinie.
Eine Remote-Work-Richtlinie (Remote Work Policy) legt fest, wer außerhalb des Büros arbeiten darf und welche Regeln dabei gelten.
- Vorlage
Datenschutzhinweise für Beschäftigte – US.
Datenschutzhinweise für Beschäftigte (Employee Privacy Notice) erklären, welche personenbezogenen Daten ein US-Arbeitgeber über Mitarbeiter und Bewerber verarbeitet, wofür und an wen sie gehen.
