Richtlinie gegen Belästigung.
Richtlinie gegen Belästigung am Arbeitsplatz (Anti-Harassment Policy)
Eine Anti-Harassment Policy legt fest, welches Verhalten am Arbeitsplatz nicht geduldet wird, wie Beschäftigte Vorfälle melden und wie der Arbeitgeber Meldungen untersucht. Sie benennt Ansprechpersonen, schützt meldende Personen vor Benachteiligung und regelt Schulungen. Einige Bundesstaaten wie Kalifornien oder New York schreiben Inhalte und Schulungen ausdrücklich vor.
Worum es geht.
Eine Anti-Harassment Policy legt fest, welches Verhalten am Arbeitsplatz nicht geduldet wird, wie Beschäftigte Vorfälle melden und wie der Arbeitgeber Meldungen untersucht. Sie benennt Ansprechpersonen, schützt meldende Personen vor Benachteiligung und regelt Schulungen. Einige Bundesstaaten wie Kalifornien oder New York schreiben Inhalte und Schulungen ausdrücklich vor.
Dies ist eine Vorlage, keine Rechtsberatung. Lassen Sie das fertige Dokument vor der Verwendung von einem Anwalt vor Ort prüfen und bei Bedarf an Ihren Fall anpassen.
Wann Sie das Dokument brauchen.
- Ihr US-Unternehmen beschäftigt erstmals eigenes Personal
- Sie bauen ein Remote- oder Hybrid-Team mit Mitarbeitenden in mehreren Bundesstaaten auf
- Sie möchten ein Mitarbeiterhandbuch um klare Meldewege ergänzen
- Eine bestehende Regelung ist veraltet oder deckt Freelancer und Besucher nicht ab
- Sie wollen nachweisen, dass Beschäftigte die Richtlinie erhalten haben
Was hineingehört.
- Arbeitsumfeld vor Ort, remote oder hybrid, Bundesstaat und Sprache
- Arbeitgeber, Geltungsbeginn, Fassung und erfasste Personen und Orte
- Örtliche Ergänzungen und zuständige Prüfung
- Hauptkontakt, unabhängiger Ausweichkontakt und Meldewege
- Anonyme Meldungen mit Verfahren und Grenzen sowie externe Stellen
- Zuständigkeit für die Untersuchung, Ablauf und vorläufige Schutzmaßnahmen
- Vertraulichkeit, Aufbewahrung und Maßnahmen bei bestätigten Verstößen
- Schulung, Nachverfolgung, Schutz vor Repressalien und Empfangsbestätigung
Was häufig schiefgeht.
- Nur ein einziger Meldeweg: Ist die Ansprechperson selbst beteiligt, braucht es einen unabhängigen zweiten Kontakt.
- Repressalien nicht ausgeschlossen: Die Richtlinie sollte klarstellen, dass eine Meldung in gutem Glauben keine Nachteile hat.
- Remote-Beschäftigte vergessen: Belästigung kann auch in Chats, Videocalls und E-Mails stattfinden. Formulieren Sie den Geltungsbereich entsprechend.
- Örtliche Pflichten übersehen: Manche Bundesstaaten und Städte verlangen bestimmte Inhalte, Schulungsintervalle oder Aushänge.
- Bestätigung als Verzicht formuliert: Die Empfangsbestätigung darf keine Rechte der Beschäftigten einschränken.
So nutzen Sie die Vorlage.
- 01Legen Sie Geltungsbereich, Ansprechpersonen und Meldewege fest.
- 02Beschreiben Sie Untersuchung, Schutzmaßnahmen und mögliche Folgen.
- 03Lassen Sie die Richtlinie mit Blick auf die Bundesstaaten Ihrer Beschäftigten prüfen.
- 04Verteilen Sie die Richtlinie, schulen Sie das Team und sammeln Sie die Empfangsbestätigungen.
Fachbegriffe kurz erklärt.
- Anti-Harassment Policy
- Interne Richtlinie gegen Belästigung mit Verhaltensregeln, Meldewegen und Untersuchungsverfahren.
- Retaliation
- Benachteiligung einer Person, weil sie einen Vorfall gemeldet oder an einer Untersuchung mitgewirkt hat.
- EEOC
- U.S. Equal Employment Opportunity Commission, Bundesbehörde für Gleichbehandlung am Arbeitsplatz.
Häufige Fragen.
Bundesrechtlich gibt es keine allgemeine Pflicht zu einer schriftlichen Richtlinie, sie hilft Arbeitgebern aber, ihre Sorgfalt nachzuweisen. Einige Bundesstaaten schreiben Richtlinien oder Schulungen vor. Prüfen Sie die Regeln dort, wo Ihre Beschäftigten arbeiten.
Die U.S. Equal Employment Opportunity Commission ist die Bundesbehörde, die Beschwerden über Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz entgegennimmt. Daneben gibt es Behörden der Bundesstaaten. Beschäftigte können sich unabhängig vom internen Verfahren an diese Stellen wenden.
Das ist nicht überall vorgeschrieben, senkt aber die Hemmschwelle. Die Vorlage fragt, ob Sie einen anonymen Weg anbieten, und beschreibt dessen Grenzen, etwa bei Rückfragen.
Das legen Sie im Geltungsbereich fest. Viele Arbeitgeber beziehen Auftragnehmer, Praktikanten und Besucher ein, weil Belästigung auch durch oder gegenüber diesen Personen vorkommen kann.
Am besten ein Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in dem Bundesstaat, in dem Ihre Beschäftigten tätig sind. Er kann beurteilen, ob örtliche Pflichtinhalte, Schulungsvorgaben und Aushänge erfüllt sind.
Mehr als eine Vorlage.
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Was daneben liegt.
- Vorlage
Mitarbeiterhandbuch.
Ein Employee Handbook fasst die wichtigsten Regeln und Abläufe eines US-Arbeitgebers für seine Beschäftigten zusammen, etwa Arbeitszeit, Vergütung, Urlaub, Gleichbehandlung und Meldewege.
- Vorlage
Richtlinie für abgestufte Personalmaßnahmen.
Eine Progressive Discipline Policy beschreibt, wie ein Arbeitgeber in Stufen auf Leistungs- oder Verhaltensprobleme reagiert, meist vom Gespräch über einen schriftlichen Hinweis bis zu weiteren Maßnahmen.
- Vorlage
Remote-Work-Richtlinie.
Eine Remote-Work-Richtlinie (Remote Work Policy) legt fest, wer außerhalb des Büros arbeiten darf und welche Regeln dabei gelten.
