Haftungsfreistellung für Aktivitäten.
Haftungsfreistellung für Aktivitäten: Vorlage für einen Activity Waiver
Ein Activity Waiver ist eine schriftliche Erklärung, mit der Teilnehmer einer Aktivität bestätigen, über deren Risiken informiert zu sein, und auf bestimmte Ansprüche gegen den Anbieter verzichten. Ob und wie weit ein solcher Verzicht wirksam ist, regelt jeder US-Bundesstaat selbst. Die Vorlage bietet deshalb eine reine Risikoaufklärung oder einen eng begrenzten Verzicht für erwachsene Teilnehmer.
Worum es geht.
Ein Activity Waiver ist eine schriftliche Erklärung, mit der Teilnehmer einer Aktivität bestätigen, über deren Risiken informiert zu sein, und auf bestimmte Ansprüche gegen den Anbieter verzichten. Ob und wie weit ein solcher Verzicht wirksam ist, regelt jeder US-Bundesstaat selbst. Die Vorlage bietet deshalb eine reine Risikoaufklärung oder einen eng begrenzten Verzicht für erwachsene Teilnehmer.
Dies ist eine Vorlage, keine Rechtsberatung. Lassen Sie das fertige Dokument vor der Verwendung von einem Anwalt vor Ort prüfen und bei Bedarf an Ihren Fall anpassen.
Wann Sie das Dokument brauchen.
- Sie bieten Fitnesskurse, Sportevents oder Outdoor-Touren in den USA an
- Sie veranstalten eine Firmenfeier oder ein Event mit körperlichen Aktivitäten
- Sie vermieten Fahrzeuge oder Ausrüstung und wollen über Risiken aufklären
- Sie betreuen Tiere oder bieten Reitstunden an
- Teilnehmer sollen vorab Notfallkontakte und Erklärungen hinterlegen
Was hineingehört.
- Art der Aktivität, Termin oder Zeitraum und Leistungsbeschreibung
- Konkret bekannte Risiken der Aktivität
- Anbieter mit Name, Anschrift und Vertretung
- Teilnehmer, Altersgruppe sowie Eltern oder Vormund bei Minderjährigen
- Optional Notfallkontakte und Einladungen zum späteren Ausfüllen
- Wahl zwischen Risikoaufklärung und begrenztem Verzicht für Erwachsene
- Begünstigte Personen, erfasste Tätigkeit und ausdrücklich ausgenommene Ansprüche
- Anwendbarer Bundesstaat, Sprache sowie Ort und Zeitpunkt der Unterschrift
Was häufig schiefgeht.
- Pauschal auf alle Ansprüche verzichten lassen: Viele Bundesstaaten lassen keinen Verzicht für grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz zu. Zu weite Klauseln gefährden die ganze Erklärung.
- Risiken nicht konkret benennen: Wer nur von „allen Gefahren“ spricht, kann schwer belegen, dass Teilnehmer wirklich informiert waren.
- Minderjährige wie Erwachsene behandeln: Ein Verzicht, den Eltern für ihr Kind erklären, ist in vielen Bundesstaaten nur eingeschränkt oder gar nicht wirksam.
- Den Waiver erst vor Ort vorlegen: Zwischen Unterschrift und Start sollte Zeit zum Lesen bleiben. Senden Sie die Erklärung vorab.
- Versicherung vergessen: Ein Waiver ersetzt keine Haftpflichtversicherung für Ihr Angebot.
So nutzen Sie die Vorlage.
- 01Beschreiben Sie die Aktivität und die konkreten Risiken.
- 02Entscheiden Sie, ob eine Risikoaufklärung genügt oder ein begrenzter Verzicht für Erwachsene sinnvoll ist.
- 03Lassen Sie die Erklärung für Ihren Bundesstaat prüfen.
- 04Holen Sie die Unterschriften vor Beginn ein und bewahren Sie sie geordnet auf.
Fachbegriffe kurz erklärt.
- Release of Liability
- Erklärung, mit der eine Person im Voraus auf bestimmte Haftungsansprüche gegen einen Anbieter verzichtet.
- Assumption of Risk
- Bestätigung, die mit einer Aktivität verbundenen Risiken zu kennen und bewusst in Kauf zu nehmen.
- Gross Negligence
- Grobe Fahrlässigkeit; Ansprüche daraus lassen sich in vielen Bundesstaaten nicht im Voraus ausschließen.
Häufige Fragen.
Im US-Sprachgebrauch werden beide Begriffe oft gleich verwendet. Gemeint ist meist eine Erklärung, mit der jemand im Voraus auf bestimmte Ansprüche verzichtet (Release of Liability). Die Vorlage trennt davon die reine Risikoaufklärung (Acknowledgement of Risk).
Nein. Die Bundesstaaten bewerten solche Klauseln unterschiedlich, einige sehr streng. Häufig scheitern Klauseln, die grobe Fahrlässigkeit erfassen oder unklar formuliert sind.
Das ist in vielen Bundesstaaten nur eingeschränkt möglich. Die Vorlage erstellt für Minderjährige deshalb keinen Anspruchsverzicht, sondern eine Aufklärung mit Unterschrift der Eltern oder des Vormunds.
Elektronische Unterschriften sind in den USA grundsätzlich anerkannt. Wichtig ist, dass Sie nachweisen können, wer wann welche Fassung bestätigt hat. Bewahren Sie die unterschriebenen Erklärungen deshalb vollständig auf.
Ja. Gerade beim Haftungsverzicht entscheiden Formulierung, Hervorhebung und das Recht des Bundesstaats über die Wirksamkeit. Ein Anwalt vor Ort kann die Erklärung an Ihr Angebot und an Ihre Versicherung anpassen.
Mehr als eine Vorlage.
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Was daneben liegt.
- Vorlage
Freistellungsvereinbarung (Hold Harmless).
Eine Freistellungsvereinbarung (Hold Harmless Agreement) verpflichtet eine Partei, eine andere von bestimmten Ansprüchen Dritter freizuhalten, die aus einer festgelegten Tätigkeit entstehen.
- Vorlage
Vertrag zur Veranstaltungslocation.
Ein Eventvertrag (Venue Rental Agreement) regelt, zu welchen Bedingungen ein Veranstalter Räume oder Flächen für eine Veranstaltung nutzen darf.
- Vorlage
Gerätemietvertrag – US.
Ein Equipment Rental Agreement regelt die zeitweise Überlassung beweglicher Ausrüstung wie Maschinen, Werkzeuge, Veranstaltungstechnik oder Fahrzeuge gegen Miete.
